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LiPo Ladegerät im Eigenbau

Akkus aufladen war von je her eine Wissenschaft für sich. Mehrere Patente zum Aufladen der NICD Akkus zum Ausmerzen des Memory Effektes und des Volladens sprechen eine deutliche Sprache. NIMH sind nicht so sensibel, haben aber wieder andere Nachteile. Alle haben als Problem Nr.1 für Modellflieger, das große Gewicht.

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LIPOs (Lithium Polymer) sind da ganz anders, sind aber in mehreren Bereichen besonders sensibel,  andere sagen auch anspruchsvoll. Pflegt man sie sorgfältig, machen sie hundert mal mehr Spaß und scheinen genauso lange zu leben. 

Die LIPO Akkus sind extrem ladespannungssensibel.

Schon eine geringe Überspannung macht sie kaputt. Auch der Entladestrom (durch den Motor im Flieger) darf nicht so brutal abgesaugt werden wie bei NICD oder NIMH Akkus. Auch das macht ihn auch kaputt.

Habe ich beim Laden zwei LIPOs in Reihe geschaltet, balancieren sich die Akkus angeblich gegenseitig bei Strom und Spannung. Das ist die Theorie und die ist geduldig und es gefällt mir nicht. Ich hätte gerne beide Zellen nach dem Laden voll, ohne wenn und aber.

Wird nämlich bei der Reihenschaltung die Ladung der beiden Zellen unsymmetrisch, bekommt eine von beiden mit Sicherheit die gefährliche Überspannung.

Also habe ich mir ein Ladegerät gebaut, daß die beiden Zellen einzeln lädt. Eigentlich eine simple Methode, um ganz sicher zugehen.

Es gibt also zwei Spannungen oben und unten und zwei Anzeigeinstrumente oben und unten. Da muß man nicht viel nachdenken, einfach reinstecken und laden.

Übrigens, ich werde auch auf Wunsch (bzw. gegen Gage) keine Ladegeräte bauen oder vertreiben. Ich mache das aus Spaß am Fliegen. Die Schaltung ist public für alle und für Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Update 2009-09-26: Heutzutage lohnt sich der Aufbau dieses Ladegerätes nur noch, wenn man alle Teile auf Lager hat, und nur maximal 2 Zellen laden will. Fast alle fertig konfektionierten LiPo Akkus haben jetzt einen Balancer Stecker, über den man sie kontrolliert aufladen kann.

 

Erklärung zur Schaltung

Durch das getrennte Laden der einzelnen Zellen ist eine Balancierung automatisch gegeben.

Dafür muss aber an die beiden Zellen eine Mittelanzapfung angelötet werden. Dazu wird an der Seite, an der der Anschluss herauskommt, die runde Folie circa 1cm aufgeschnitten und die Alulaschen nach innen gebogen (damit der Draht nicht beschädigt wird).

Die Zellen sind mit einem 5 mm breiten dünnen Band V-förmig verbunden. In dem V den extra Draht anlöten, und die Schnittstelle wieder mit Klebeband verschließen.

Das anderen Ende kommt an einen 6 poligen MPX Stecker, oder einen eigenen.

 

Den Schaltplan gibt es als PDF Datei, der als 300kb Download zur Verfügung steht.

Ladekurve

Und der Print oben gibt mir recht. Mit dieser Methode lädt das Ladegerät beide Zellen nahezu symmetrisch auf. Der Flugspaß kann beginnen.

Noch etwas zum Entladen :

Wir fliegen den Twinstar II mit den beiden mitgelieferten Serienmotoren mit insgesamt 2 von den zweizelligen 1300er Lipos mit etwa 6 Volt und etwa 9A pro Motor bei Vollast und das wegen des extrem geringen Gewichtes nahezu 45 Minuten. Wir haben auch wieder die leisen weißen original Props (Günter) drauf gemacht.

Absolut super.

Hier die Excel Datei zum Download.

Verbesserung am Akkustecker: Multiplex M6

Nachdem bei Messungen aufgefallen war, dass am BEC Stecker inklusive dünnem Kabel je Kontakt bis zu 0,1 V Spannung abfallen können, wurden jetzt alle Akku Steckverbindungen auf den Multiplex M6 Stecker umgestellt. Das hat bei einem CDR basierten bürstenlosen Motor bei 6,1 A Akkustrom eine Verbesserung BEC zu M6 von 7% im Schub gebracht. Das hat sich dann aber gelohnt.

Zum Anschluss: Die mittleren beiden Kontakte kontaktieren die Plus (gelber Draht) und Minus (blauer Draht) Leitung des Akkus. Der obere Steckerkontakt ist für die Mittelanzapfung des Akkus (Balancer Anschluss 2S, 2 Zellen, 7,4 V) da. So könnte man unten auch noch einen 3S LiPo Akku (3 Zellen, 11,1 V) mit Balancer Anschluss kontaktieren. Siehe auch "Die Akkus".

Update: 2006-01-01, Multiplex M6 Stecker 

Kommerzielles Ladegerät: Schulze LiPo Card

Nachdem jetzt doch der Wunsch nach einem 3 Zellen LiPo Akku wach wurde, wollte ich mir ein kommerzielles Ladegerät zulegen. Es sollte folgende Eigenschaften haben:

  • 3-4 Zellen gleichzeitig laden
  • Balancierung der Zellen beim Laden
  • Schnittstelle zum PC, zur Ladekontrolle
  • Anzeige der abgegebenen Lademenge
  • Preiswert
  • Leichte Bedienung

Seit September 2005 habe ich mit der LiPoCard schon viele Akkus aufgeladen und bin bisher sehr zufrieden damit. Die 12 V Speisung erfolgt durch ein preiswertes PC-Netzteil.

 

2005-09-18, Erstellt

2006-09-15, Update: LiPo Card von Schulze

2009-09-26, Update: Info zum Ladegerät

 

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